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GEMEINSAM ERSTE SCHRITTE TUN

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Ich erhalte den Anruf einer Führungskraft mit dem Hinweis: „Bei uns läuft was nicht rund im Team. Wir brauchen wohl eine Unterstützung von außen.“ Weder die Führungskraft noch ich wissen zu diesem Zeitpunkt, welche Intervention die wirklich passende ist.

Ganz hautnah …

Dass Konflikte am Arbeitsplatz oder in der Zusammenarbeit zwischen Menschen entstehen, ist völlig normal. Professionell ist es, diese zu bearbeiten und nicht auszusitzen. Unbearbeitet schwelen sie mehr oder weniger heiß weiter und irgendwann kommt es dann zu Beziehungsverletzungen, die (oft) nicht mehr heilbar sind. Manches Team ist deshalb nicht mehr arbeitsfähig.

Klärung des IST-Standes

Im ausführlichen Auftragsklärungs-/Vorabgespräch erörtern wir unter anderem den Anlass, den Ist-Stand. Manchmal muss der Auftraggeber hier nochmal in der Organisation nachfragen, um das Bild zu vervollständigen. Für mich ist der Aspekt in der Auftragsklärung ganz zentral, aus verschiedenen Gründen:

Zum einen hilft es mir, Fakten zu erhalten, die mir die Entscheidung erleichtern für das, was den Klienten wirklich unterstützt. Außerdem klärt das den Klienten in seiner (manchmal) diffusen Wahrnehmung der Situation. Immer wenn selbige mit Emotionen behaftet ist, geht bei den Beteiligten Struktur verloren. Durch diesen Schritt helfe ich beim Sortieren und Überblick-zurück zu gewinnen.
Ein weiterer Nutzen ist das Wiedergewinnen des Gefühls der Selbstwirksamkeit. Wenn wir uns die Frage stellen, was ist die Situation, ist das immer auch verbunden mit einem differenzierten Blick auf die Sache. Klienten kommen oft mit einem Fehler- oder Mangelblick in die Auftragsklärung. Dann weiterführend zu betrachten, was bereits für die Zielerreichung vorhanden ist und was davon (gut) funktioniert, stärkt unmittelbar in der Situation. Und der Auftraggeber/Klient erfährt, dass in der Organisation/bei ihm bereits Ressourcen vorhanden sind zur Zielerreichung.

Fragestellungen, die sich ergeben

Weiterer wesentlicher Aspekt für eine gute Auftragsklärung ist die Frage nach dem Ziel durch meine Unterstützung: „Was ist Ihr Ziel?“ oder „Was soll erreicht sein im Anschluss an meine Unterstützung?“ oder auch „Wer soll davon in welcher Weise profitieren?“.

Manchmal erlebe ich vom Auftraggeber einen klaren Antwortsatz. Eher selten. In den überwiegenden Fällen klären wir das Ziel im Gespräch. Ich bin vielseitig aufgestellt, und trotzdem gehört es sich, Grenzen zu benennen: Was ist möglich und wo habe ich Grenzen. Für mich ist das professionelles Auftreten und Selbstverständnis.

Für mich gilt hierbei Senecas Weisheit „Wer nicht weiß, in welchen Hafen er will, für den ist kein Wind der richtige.“

Welche Unterstützung ergib sich daraus?

Klienten/Auftraggeber melden sich selten ganz zu Beginn eines Veränderungsprozesses. Häufiger ist bereits eine Zeit vergangen und es wurden bereits eigene erste Maßnahmen oder Schritte getan.

Wir besprechen selbige, auch unter dem Aspekt „Was davon darf in unserer Zusammenarbeit nicht passieren?“. Dabei ist mir der Gesprächspartner als Fachmann/-frau für das sein/ihr Team/seine oder ihre eigenen Belange und Befindlichkeiten sehr wichtig.

Um an Beispielen konkret zu werden: Es gibt Teams, die haben negative Erfahrungen mit Rollenspielen im Seminarkontext gemacht, andere mit systemischen Aufstellungen in Coaching oder Supervision. Dann besprechen wir das Maß an Widerstand und ich kann in der anschließenden Feinplanung überlegen, ob und falls ja, wie ich dann eine Intervention einführe.

In seltenen Fällen stellt sich heraus, dass mein Auftrag der dritte Selbe in einem Prozess ist. Und dann frage ich durchaus – respektvoll und klar – nochmal nach dem Ziel meiner Unterstützung.
Meist wird dem Auftraggeber selber klar, dass immer mehr vom Gleichen nicht hilft.   

Ende der Beratung

Zum Ende können wir i.d.R. die weiteren Schritte konkretisieren. Mal ist das Ergebnis ein TE-Workshop mit meiner Moderation, mal eine Mediation, mal eine Beratung oder ein Coaching der Führungskraft, manchmal ein ergänzendes Seminar.

Konkrete beispielhafte anonymisierte Fälle lesen Sie hier in meinem Blog und auf den Seiten „Beispielfälle“. Vielleicht finden Sie sich mit Ihrer Situation wieder oder erhalten erste Impulse zum Lösungsansatz.

Wenn meine Unterstützung für Sie hilfreich sein könnte, freue ich mich auf Ihren Anruf oder Ihre Mail.

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MEDIATION | SEMINARE | COACHING Britta Reuther MEDIATION | SEMINARE | COACHING Britta Reuther Britta Reuther: Freiberufliche Trainerin, Lehrbeauftragte, Coach und Mediatorin im Profit- und Non-Profitbereich. Schwerpunkte: Konfliktmanagement, Führungskräftetraining, Multiplikatorenentwicklung, Supervision.
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